Von monofunktionalen Handelsimmobilien zu multifunktionalen Stadtbausteinen

Eine Frage der Mischung
TU Dortmund
Dipl.-Ing. Nina Hangebruch
FG Stadt- und Regionalplanung

Die Digi­ta­li­sie­rung unserer Wirt­schaft und Gesell­schaft verän­dert sämt­liche Bereiche unseres Lebens. Sie verän­dert unsere Art des Einkau­fens und das Erschei­nungs­bild unserer Städte. Die Corona-Pandemie forciert den Rückzug des Handels aus der Fläche und den Nutzungs­wandel in den Stadt­zen­tren. Ein prägnantes Beispiel hierfür ist die Schlie­ßung von aktuell 42 Waren­häu­sern von Galeria KarstadtKaufhof.

Ange­sichts des massiven Struk­tur­wan­dels im Einzel­handel zeichnet sich ab, dass eine Nach­nut­zung durch Handel an vielen Stand­orten nicht mehr zukunfts­fähig ist. Die Suche nach alter­na­tiven Nutzungs­kon­zepten gestaltet sich viel­fach schwierig und bean­sprucht lange Zeit­räume, in denen sich an den betrof­fenen Stand­orten Trading-Down-Effekte entwi­ckeln können. Neue Konzepte für alte Handels­im­mo­bi­lien in der Post-Corona-Stadt sind damit nicht nur eine Aufgabe für die Immo­bi­li­en­pro­jekt­ent­wick­lung, sondern auch von stadt­pla­ne­ri­scher Relevanz.

Anhand verschie­dener aufge­ge­bener Waren­haus­stand­orte in NRW erfolgt auf verschie­denen Maßstabs­ebenen eine räum­lich-analy­ti­sche und plane­risch-konzep­tio­nelle Ausein­an­der­set­zung mit folgenden raum­be­zo­genen Fragestellungen:

  • Wie zeigt sich der Bedeu­tungs­ver­lust der Waren­häuser in den Zentren?
  • Welche über­ge­ord­neten Entwick­lungen beein­flussen die Nach­nut­zung der Immobilien?
  • Wie gestalten sich die örtli­chen Rahmen­be­din­gungen für eine Nachnutzung?
  • Welche Nutzungen können künftig Urba­nität in den Zentren schaffen?
  • Wie kann der Wandel von mono­funk­tio­nalen Handels­im­mo­bi­lien zu multi­funk­tio­nalen Stadt­bau­steinen gelingen?