Nach der Pandemie

Open Data City
Leibniz Universität Hannover
Prof. Andreas Quednau
Benedikt Stoll
Lehrstuhl Städtebauliches Entwerfen

Das Projekt lang „Open Data City: Nach der Pandemie“ geht der Frage nach, was angesichts der Aussicht einer zukünftigen Zunahme von Pandemien und anderen Krisen in Architektur und Städtebau noch „normal“ ist. Viele offene Themen, wie die angemessene städtebauliche Dichte, flexiblere Typologien für das Arbeiten und Wohnen sowie noch vorhandene Flächenressourcen, werden unter den veränderten Bedingungen neu diskutiert. Dabei geht es darum, wie man Städte resilienter, d.h. widerstandsfähiger, gegenüber der aktuellen aber auch bereits zu erwartenden Krisen gestalten kann, sodass städtische Räume flexibler, nachhaltiger und inklusiver auf neue Anforderungen reagieren können.

Zu Beginn des Projekt lang werden in einem Workshop mit dem Zukunftsforscher Dr. Stefan Carsten mögliche, zukünftige Entwicklungsszenarien für die Stadt entwickelt, die den Rahmen für den Entwurf setzen. Open Data wird als Daten basiertes, analytisches und programmatisches Werkzeug im Rahmen von Analyse und Entwurf eingesetzt, um die lokalen Bedürfnisse ihrer Bewohner*innen stärker miteinzubeziehen und die Gestaltung städtische Räume darauf spezifischer und kleinteiliger abzustimmen, als es bisher geschieht. Ergänzend zur räumlichen, städtebaulichen und architektonischen Analyse von Städten können über Geo-Daten und statistische Erhebungen (wie z.B. Demografie, Migration, Wohlstand) Erkenntnisse in Hinblick auf zukünftigen Entwicklung einer Nachbarschaft bis auf die Maßstabsebene eines Blocks gewonnen werden, die in den Entwurf der Stadträume miteinfließen können.

Inhaltlich begleitet und ergänzt wird das Projekt lang durch die Lunchtime Lecture Serie „Urban Issues“ zu „Databased Architecture and Urbanism“ mit Referenten aus Barcelona, Berlin und London. Das Projekt lang wird im Rahmen des internationalen BMI/BBSR geförderten Forschungs-projektes "Fachlicher Nachwuchs entwirft Zukunft" durchgeführt und ermöglicht drei Studierenden im März 2021 mit Studierenden aus 20 internationalen Universitäten an der Sommerschule "Die Post-Corona-Stadt" teilzunehmen. Es besteht die Möglichkeit Themen aus dem vorangegangenen Seminar und dem Projekt kurz zur Open Data City im Rahmen des Projekt lang weiterzuentwickeln.